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Fortbildung VKIT Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen
13.06.2019 - 15.06.2019, 00:00 - 00:00 Uhr

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Der Verband Katholischer Internate und Tagesinternate fordert Weiterführung der Stelle eines Missbrauchsbeauftragten auf Bundesebene

24.09.2013 - Bonn/ Ostbevern. Knapp zwei Jahre nach Beendigung des Runden Tisches hat der Bundesbeauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, seinen Bilanzbericht mit einer einprägsamen Botschaft der Öffentlichkeit vorgestellt: „Sexueller Kindesmissbrauch in Deutschland. Keine Entwarnung. Kein Schlussstrich".
Seit Bekanntwerden der Übergriffe an den Internatsschulen hat sich der V.K.I.T. diesem Thema intensiv gewidmet. Es war für den Verband eine Selbstverständlichkeit, in den Gremien des UBSKM mitzuarbeiten und sich aktiv an der Aufarbeitung zu beteiligen. Wir danken dem Bundesbeauftragten und seinem Team für die außerordentlich gute Zusammenarbeit vor allem bei den Fragestellungen, die die Internate und Tagesinternate berührten.
Der V.K.I.T. und seine Mitgliedsinternate haben die Arbeit des UBSKM stets unterstützt und konstruktiv begleitet, insbesondere durch:

- die Teilnahme an Hearings und in Kommissionen, Rundem Tisch usw.;
- die Teilnahme an den Monitorings 2012 und 2013;
- die Vereinbarung des V.K.I.T. mit dem UBSKM;
- die Entwicklung einer eigenen Handreichung zur Prävention ;
- die Entwicklung eines Fortbildungsangebots zu Fragen der Prävention und Intervention für die Mitgliedsinternate und -tagesinternate des V.K.I.T.

Der UBSKM hat in seinem Abschlussbericht festgestellt: „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen ist weiterhin ein gravierendes gesamtgesellschaftliches Problem, das nach den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage mehr als ein Zehntel der Bevölkerung betrifft. Sexueller Kindesmissbrauch ist in Deutschland bis heute keineswegs eingedämmt." (6) Und weiter: „Dementsprechend muss die Gesellschaft dringend weiter für sexuellen Kindesmissbrauch sensibilisiert werden. ..." (7)

Daher unterstützt der V.K.I.T. die Anregungen und Vorschläge des UBSKM für die kommende Legislaturperiode 2013/17 mit Nachdruck, insbesondere:

- die Weiterführung der Stelle eines Missbrauchsbeauftragten auf Bundesebene;
- die Ansiedlung der Zuständigkeit für die Unterstützung einer unabhängigen Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs beim UBSKM;
- die gesetzliche Verankerung der Beteiligung von Betroffenen an der Arbeit des künftigen Missbrauchsbeauftragten und die Bildung eines „Betroffenenrates";
- die Fortführung und den Ausbau der Kooperation mit Politik, den Dachorganisationen der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und den Medien;
- auf Bundesebene die Einrichtung geeigneter Strukturen für die unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch, z.B. durch eine gesetzlich verankerte unabhängige Kommission;
- die Neuverhandlung und Weiterentwicklung der Vereinbarungen des UBSKM mit den Dachorgani-sationen der Zivilgesellschaft und die Erweiterung des Kreises der Vereinbarungs-partner um den privaten Sektor;
- die Weiterentwicklung und Optimierung des 2012 und 2013 durchgeführten Monitorings;
- den Ausbau, die Absicherung und die Optimierung der Beratungsangebote;
- die Forderung zur Verbesserung des Opferentschädigungsrechtes und zur Weiterführung des Reformprozesses beim OEG;
- die Ausweitung der strafrechtlichen Verfolgbarkeit von sexuellem Kindesmissbrauch.

„Wir alle, Eltern, Angehörige und das soziale Umfeld, Verantwortliche in Politik und Zivilgesellschaft, Wohlfahrtspflege, Sport und Kirchen, müssen künftig noch viel genauer hinschauen, was war und was ist." (7)
Gerade in den Internaten und Tagesinternaten ist ein sensibilisiertes Hinschauen notwendig. Da ein Zehntel der Bevölkerung betroffen ist, ist davon auszugehen, dass uns verletzte Kinder anvertraut werden.

„Es ist dringend notwendig, die gesellschaftlichen Strukturen aufzudecken und zu dokumentieren, die Missbrauch bis in die Familien hinein zulassen." (7)
„Nur durch die Sensibilisierung und durch Achtsamkeit kann Missbrauch in unserer Gesellschaft wirkungsvolle Ächtung finden. Durch die Zusammenarbeit mit dem UBSKM ist die notwendige Bewusstseinsschärfung erreicht worden und Kinder werden in Zukunft besser vor sexualisierter Gewalt geschützt", – so der Vorsitzende des V.K.I.T., Konrad von der Beeke.

Wir sind uns mit dem Bundesbeauftragten einig: „Wir werden das Thema so schnell nicht loswerden."

Im Bewusstsein, mit den erworbenen Kenntnissen Kinder schützen und Kindern helfen zu können, konstatieren wir sehr gerne: Die Arbeit geht weiter! ...und wir alle profitieren davon!